LunaNotes

Übertragungsmedien im Vergleich: Kupfer, Glasfaser und Funktechnik

Convert to note

Einführung in Übertragungsmedien

Übertragungsmedien lassen sich grundsätzlich in leitungsgebundene (Kupferleiter, Lichtwellenleiter) und nicht leitungsgebundene (Funk) Medien unterteilen. Die Wahl des Mediums beeinflusst entscheidend Reichweite, Bandbreite und Zuverlässigkeit von Netzwerken. Für ein tieferes Verständnis empfiehlt sich zudem der Artikel Understanding Network Edge: Access Networks and Physical Media Explained.

Leitungsgebundene Medien

Kupferkabel (Twisted Pair)

  • Besteht aus verdrillten Kupfer-Doppeladern, typischerweise vier Paare (acht Adern) in einem Kabel.
  • Verdrillung reduziert Übersprechen und elektromagnetische Interferenzen.
  • Bandbreite liegt je nach Kabelkategorie zwischen ca. 100 kHz und 600 MHz.
  • Kabeltypen: ungeschirmtes Twisted Pair (UTP), geschirmtes Twisted Pair (STP), Varianten mit Innen- und Außenschirmungen zur Abschirmung gegen Störungen.
  • Einsatzgebiete: Telefonie, lokale Datennetzwerke.

Lichtwellenleiter (Glasfaserkabel)

  • Besteht aus dünnen Quarzglasfasern, die Licht im Infrarotbereich (850–1500 nm) übertragen.
  • Überträgt Signale nahezu verlustfrei über größere Distanzen (Repeaterabstände von 10 bis 100 km).
  • Unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen.
  • Licht wird durch Totalreflexion im Kern gehalten, Biegeradien müssen beachtet werden, um Verluste zu minimieren.
  • Fasertypen:
    • Monomodefaser: kleiner Kern, sehr geringer Pulsverbreiterung, optimal für lange Distanzen.
    • Multimodefaser mit Stufenindex: größerer Kern, mehrere Lichtwege, mehr Dispersion.
    • Multimodefaser mit Gradientenindex: verbesserte Dispersionseigenschaften.
  • Steckertypen wie ST, SC oder LC sind wichtig für dämpfungsarme Kopplung.
  • Einsatzgebiete: Backbone-Netze, hohe Bandbreiten über lange Strecken.

Nicht leitungsgebundene Medien (Funkübertragung)

  • Nutzung von elektromagnetischen Wellen zur drahtlosen Übertragung.
  • WLAN:
    • Mobile, lokale Netzwerke mit begrenzter Reichweite, abhängig von Routerleistung und baulichen Gegebenheiten.
  • Satellitenfunk:
    • Ermöglicht weltweite Netzabdeckung auch in abgelegenen Gebieten.
    • Höhere Latenzen, variierende Bandbreiten.
  • Mobilfunknetze liegen zwischen lokalem WLAN und globalem Satellitenfunk und bieten breite Mobilität und Netzabdeckung.

Zusammenfassung und Praxisrelevanz

  • Kupferleitungen sind kostengünstig und für kurze bis mittlere Distanzen geeignet, jedoch anfällig für Störeinflüsse.
  • Glasfaserkabel bieten höchste Bandbreite und Reichweite sowie Sicherheit gegenüber elektromagnetischer Interferenz, sind aber teurer und empfindlicher in der Handhabung.
  • Drahtlose Technologien bieten Flexibilität und Mobilität, sind jedoch durch Reichweite und Störfaktoren begrenzt.
  • Die richtige Wahl des Übertragungsmediums richtet sich nach Anwendungsszenario, Anforderungen an Bandbreite, Distanz und Umgebungsbedingungen. Zur vertieften Betrachtung der Netzwerkgrundlagen empfiehlt sich der Artikel Understanding Network Protocols and Data Communication.

Heads up!

This summary and transcript were automatically generated using AI with the Free YouTube Transcript Summary Tool by LunaNotes.

Generate a summary for free
Buy us a coffee

If you found this summary useful, consider buying us a coffee. It would help us a lot!

Let's Try!

Start Taking Better Notes Today with LunaNotes!