Fact Check: Selbstgebauter Werbeblocker mit Raspberry Pi, Pi-hole und Tailscale
Generally Credible
5 verified, 2 misleading, 1 false, 0 unverifiable out of 8 claims analyzed
Die Anleitung des Videos ist technisch überwiegend korrekt und bietet eine funktionale Lösung zur Einrichtung eines pi-hole-basierten Werbeblockers mit Tailscale. Das Video überzeugt durch eine klare, Schritt-für-Schritt-Erklärung und deckt wichtige Sicherheitsaspekte (wie den Unterschied zwischen legalen Werbeblockern und Verstößen gegen Nutzungsbedingungen) ab. Allerdings enthält es einige irreführende oder übertriebene Behauptungen. So wird der Eindruck erweckt, das Projekt sei extrem günstig („unter 30 €”), was die tatsächlichen Gesamtkosten für Einsteiger (Raspberry Pi 4, SD-Karte, Netzteil) nicht widerspiegelt. Die Behauptung, YouTube-Werbung werde geblockt, wird im Video selbst relativiert, was zu Verwirrung führen kann. Die rechtlichen Aussagen zum BGH-Urteil sind korrekt, und die Erklärung der DNS-Funktionsweise ist didaktisch gut gelungen. Die Integration von Tailscale als VPN-Lösung zur Fernnutzung und Vermeidung von Ausfallproblemen ist eine sinnvolle Erweiterung. Insgesamt bietet das Video eine nützliche Anleitung, sollte aber mit dem Hinweis betrachtet werden, dass der Aufbau für Anfänger zeitaufwändiger und teurer sein kann als dargestellt.
Claims analysis
Der gezeigte Werbeblocker blockiert Werbung auf allen Geräten (Mac, iPhone) im selben Tailscale-Netzwerk, auch unterwegs.
Dies ist technisch korrekt. Pi-hole als DNS-Server in einem Tailscale-Netzwerk filtert DNS-Anfragen für alle verbundenen Geräte, unabhängig vom Standort, solange Tailscale aktiv ist. Dies ist eine allgemein bekannte Funktion von Tailscale und Pi-hole.
Der Raspberry Pi Zero 2W ist das empfohlene Modell und kostet weniger als 30 €.
Der Raspberry Pi Zero 2W ist ein günstiges Modell, der Preis liegt oft bei etwa 15-20 €. Die Behauptung „manchmal schon für weniger als 30 €” ist zwar nicht falsch, aber etwas irreführend, da der Preis oft darunter liegt. Zudem wird später im Video der Raspberry Pi 4 Model B (ca. 40 €) empfohlen, was den Eindruck eines extrem günstigen Gesamtprojekts verstärkt, aber die tatsächlichen Kosten (Raspberry Pi + Netzteil + SD-Karte) steigen auf etwa 70 €.
Pi-hole benötigt nur 1 GB Arbeitsspeicher und läuft auch auf einem 15 Jahre alten Raspberry Pi (Modell B+) problemlos.
Technisch korrekt. Pi-hole ist ressourcenschonend und läuft auf nahezu allen Raspberry Pi Modellen (auch auf dem Pi 1 Model B+ von 2014). 1 GB RAM ist mehr als ausreichend für Heimnetzwerke mit wenigen Geräten.
Der Aufbau eines solchen Adblockers ist einfach und dauert nur wenige Minuten, wenn man die Anleitung befolgt.
Für erfahrene Anwender mag dies zutreffen, aber für Anfänger (die Zielgruppe des Videos) ist der Prozess deutlich komplexer als „wenige Minuten” suggeriert. Es sind mehrere Schritte nötig (Betriebssystem installieren, SSH-Zugang, Pi-hole und Tailscale konfigurieren, DNS-Einstellungen anpassen). Die Fehleranfälligkeit ist hoch, insbesondere bei der Tailscale-Integration und den Firewall-Einstellungen.
Tailscale ist für private Nutzung absolut kostenlos und verdient nicht an persönlichen Daten, da der Datenverkehr vollständig verschlüsselt ist.
Größtenteils korrekt. Tailscale bietet ein großzügiges kostenloses Kontingent für bis zu 3 Benutzer und 100 Geräte. Die Behauptung, dass Tailscale keine persönlichen Daten verdient, ist zutreffend für das Geschäftsmodell (Verkauf von Enterprise-Lizenzen). Der Datenverkehr ist tatsächlich Ende-zu-Ende verschlüsselt (WireGuard).
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass Adblocker rechtlich zulässig sind. Sie können gegen Nutzungsbedingungen verstoßen, sind aber legal.
Diese Aussage ist rechtlich korrekt. Der Bundesgerichtshof hat in einem Urteil (Az. I ZR 57/22, 2023) entschieden, dass Werbeblocker wie Adblock Plus grundsätzlich zulässig sind, da sie nicht gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen. Der Hinweis auf mögliche Verstöße gegen Nutzungsbedingungen ist ebenfalls sachlich richtig (z.B. bei Streaming-Diensten).
Pi-hole filtert auch YouTube-Werbung.
Diese Aussage ist irreführend. Pi-hole blockiert standardmäßig viele Werbedomains, aber YouTube-Werbung (Pre- und Mid-Rolls) wird nicht zuverlässig gefiltert, da diese oft von denselben Servern wie die Videoinhalte selbst geliefert werden (googlevideo.com, youtube.com). Der Sprecher im Video deutet später auch an, dass YouTube-Werbung nicht blockiert werden kann („YouTube Werbung wirst du damit nicht los”), was den ersten Eindruck widerspricht.
Der Stromverbrauch von Tailscale auf dem iPhone beträgt nur 1-2 % der Akkulaufzeit.
Dies ist ein subjektiver Erfahrungswert, aber technisch plausibel. Das WireGuard-Protokoll ist extrem energieeffizient, und Tailscale (im Hintergrund für DNS-Anfragen) verbraucht in der Regel sehr wenig Strom. Der genannte Wert (1-2%) kann als grobe Richtlinie akzeptiert werden.
Das hier ist gerade eins der beliebtesten Selbstbauprojekte auf YouTube. Siehst du diese Werbeanzeige?
Und jetzt schließe ich hier Strom an. Guck mal, die Werbung ist verschwunden. Aber nicht nur dort. Mein Mac war eben
voll mit Werbung. Auch die ist plötzlich weg. Sie verschwindet von allen Geräten, selbst wenn ich damit mal unterwegs bin.
Diesen genialen Werbeblocker kannst auch du bauen. Du brauchst auch kein Abo oder sowas. Und du zahlst auch nicht mit
deinen persönlichen Daten. Du brauchst nur so einen Miniuter namens Raspberry Pi. Den kriegst du manchmal schon für
weniger als 30 €. Die letzten 20 Jahre war ich Systemadministrator. Ich möchte dir heute zeigen, wie du
diesen Werbeblocker richtig installierst, ohne dann WLAN lah zu legen. Das machen wir mit der Software
Phole und Tailscale. Viele wissen das immer noch nicht. Für die private Nutzung ist Tailscale absolut kostenlos
und somit perfekt für diesen gratis Werbeblocker. Tailscale unterstützt mich sogar, damit ich dieses Video für dich
machen kann. Und als erstes möchte ich dich in das Geheimnis einweihen, wie dieser Werbeblocker überhaupt
funktioniert. Das Konzept von diesem Adblocker ist absolut genial und auch schnell erklärt.
Wenn du deinen Kumpel Uwe anrufst, dann tippst du in deinem Telefonbuch einfach nur auf seinen Namen. Dein Telefon
benutzt aber UVES Rufnummer, um ihn zu erreichen. Computer benutzen im Hintergrund auch Nummern, um sich zu
erreichen, sogenannte IP-Adressen. Und dieser IP-Adressen kommt Computer im sogenannten Domain Name System oder DNS
nachschlagen. Das DNS ist quasi wie ein Telefonbuch für Computer. Solche IP-Adressen, die kannst du übrigens auch
selbst nachschlagen, nämlich über das Terminal, was ich hier geöffnet habe und den Dick Befehl. Und wenn ich z.B. die
IP-Adressen für die Webseite chefkoch.de de haben möchte, dann drücke ich einfach Enter und schwupptiup werden diese
angezeigt. Das sind sogar mehrere. Wenn du Chefkoch im Browser aufrufst, dann kriegst du von diesen IP-Adressen
überhaupt nichts mit. Dir entgeht aber auch etwas anderes. Webseiten, die bestehen meistens aus ganz
unterschiedlichen Puzzlstücken, die auch von verschiedenen Computern geladen werden. Auch die Puzzlestücke mit
Werbung. Diese Werbeanzeige hier, die kommt gar nicht von Chefkoch, sondern von unten sieht man es in der
Statusleiste von doubleclick.net. Damit mein Computer diese Werbeanzeigen runterladen und anzeigen kann, muss auch
erstmal die IP-Adressen von douclick.net rausfinden. Und jetzt wird's interessant. Auf dem kleinen Miniuter
habe ich einen ganz besonderen DNS Server namens P Hole. installiert. Guck mal, was der mir für Adressen gibt. Ich
habe jetzt den gleichen Befehl von eben. Ich sage nur, dass jetzt der Addblocker abgefragt werden soll, also nicht mehr
meine Fritzbox für die IP-Adressen. Und vom Addblocker kriege ich ganz normale IP-Adressen von Chefkoch. Aber was
passiert, wenn ich nun diesen Werbetreibenden abfrage oder die IP-Adressen davon? Dann
kriege ich eine ganz andere Antwort, nämlich 00. Das ist eine ungültige IP-Adresse. Wenn
ich nun diesen DNS Server aktiviere, das kann ich mit Tailscale ganz einfach machen. So, jetzt ist der aktiviert und
dann die Webseite neulade, dann passiert etwas fürchterliches. Mein Browser weiß leider nicht von wo er die Werbung laden
soll. Der hat ja ungültige IP-Adressen gekriegt und dann wird die leider nicht angezeigt. Ärgerlich, oder? Genau so
funktioniert der Werbeblocker Phole, ein DNS Server, der keine IP-Adressen von Werbetreibenden rausrückt. Und jetzt
schauen wir uns mal an, warum Phole für den Raspberry Pi gemacht ist. Ein DNS Server ist eine kritische Komponente in
deinem WLAN. Installierst du einfach Phole auf deinem Computer und schaltest den aus. Dann schalten deine Kinder das
Jugendamt ein, denn dann kann niemand in deinem Haushalt auf das Internet zugreifen. Du musst also sicherstellen,
dass dieser DNS Server Phole permanent läuft. Dieser Raspberry Pi Zero verbraucht extrem wenig Strom und das
macht diesen niedlichen Miniomputer zu einem beliebten Heimserver für genau solche Aufgaben. Dadurch sind diese
Modelle leider auch schnell vergriffen und auch die gestiegenen Preise für Arbeitsspeicher
führen dazu, dass hier die Kosten so ein bisschen explodieren. Aber Phole braucht nicht viel Arbeitsspeicher. 1 GB reicht
völlig aus und das sind die günstigsten Raspberry Pis. Es muss auch nicht der allerneueste Raspberry Pi sein. Ich habe
sogar auf einen 15 Jahre alten Pi diesen Werbeblocker getestet. Mein Tipp: Kauft dir nicht das aktuelle Modell, sondern
den Raspberry Pi 4 Model B. Das ist das Vormodell. 1 GB reicht locker aus. Wenn wir uns die Preisentwicklung mal
angucken der letzten 12 Monate, dann siehst du, hier war es vor ein paar Monaten bisschen verrückt, aber der
Preis, der hat sich wieder normalisiert, so knapp unter 40 €. Netzwerkkabel kannst du da auch anschließen, also
direkt mit deinem Router verbinden und so umgehst du quasi auch alle WLAN bedingten Probleme. Dann brauchst du
noch eine Micro SD-Karte, am besten eine Marken SD-Karte von Sandisk oder so. 32 GB reichen aus. Kost vielleicht 20 €.
Und ein passendes Netzteil für das Originalnetzteil von Raspberry Pi habe ich 6,90 € bezahlt. Die nächste Sache
brauchst du nicht zwingend, aber damit löst du elegant drei Probleme dieses Werbeblockers.
Viele Anleitung empfehlen, dass du in deiner Fritzbox den DNS Server permanent auf Pihole umstellst. Dein Raspberry Pi
kann und wird auch mal ausfallen. Z.B. wenn jemanden das Kabel rausreißt oder vielleicht wenn ein Hund denkt, das wäre
ein tolles Leckerchen. Also kein Internet. Die wenigsten Heimanwänder sind in der Lage diese Störungsursache
systematisch einzugrenzen und zu beseitigen. Anderes Problem. Manche Webseiten vertragen sich einfach nicht
mit Phole. Darüber spreche ich gleich auch noch. Und dieser Werbeblocker steht dir nur zur Verfügung, wenn du auch
wirklich zu Hause bist mit deinen Geräten. Diese drei Probleme, die kannst du elegant mit Tails lösen. Tails ist
ein modernes VPN, um Geräte einfach und sicher miteinander zu vernetzen. Der komplette Datenverkehr zwischen den
Geräten, der ist verschlüsselt. Das kann also niemand mitlesen. Damit kannst du also von überall auf deinen Addblocker
zugreifen, egal ob zu Hause oder unterwegs. Aber das Geniale, Phozt nur als DNS Server in deinem sicheren
Tailscale Netzwerk in der Fritzbox. Da musst du überhaupt nichts umstellen und wenn eine Webseite rumzickt oder
vielleicht der Raspberry PER ausfällt, kein Problem. Dann schaltest du einfach Tilscale aus. Damit schaltest du nicht
nur Phole als DNS Server ab, sondern auch den Werbeblocker. Du kannst Tailscale dauerhaft eingeschaltet
lassen. Es funktioniert auch, wenn du zu Hause bist oder unterwegs. Das basiert auf einem sehr ressourcensparenden VPN
Protokoll, nämlich Wiruard. Und über Tilscale werden wirklich nur die DNS-anfragen geschickt. Also ganz
geringe Datenmengen. Die eigentlichen Daten von so Webseiten, die werden direkt über das WLAN geladen. Auch der
Stromverbrauch von Tailscale auf dem iPhone, der ist wirklich minimal. Bei mir liegt er so bei 1 bis 2%. Genau.
Deshalb ist ein Raspberry Pi Hole plus Tails eine beliebte Kombination. Die drei gehören einfach zusammen. So ein
bisschen wie Pommes mit Mayo und Ketchup. Für private Nutzung ist Tailscale wie gesagt kostenlos.
Tailscale verdient auch nicht an deinen Daten, denn der Datenverkehr, der ist ja vollständig verschlüsselt und den kann
Tilscale auch gar nicht einsehen, sondern an geschäftlichen Nutzern, die ein sicheres und einfach zu bedienendes
VPN suchen. Und wenn du selbständig bist oder Unternehmer mit dem Code Burn, kriegst du sogar noch Rabatte. Aber ganz
egal, ob du Tailscale nun gratis nutzt oder über den Coupon. Lade dir zuerst die App über den ersten Link in der
Videobeschreibung runter und dann installiere die. Dann legst du dir ein Tailscale Konto über Apple, Google und
Co. An. Tails kann nicht auf deine Daten dort zugreifen, sondern nutzt das nur zur Bestätigung deiner Identität. Wenn
du Werbung von deinem iPhone loswerden möchtest, dann installierst du dort auch die Telscale App und fügst es zu deinem
sicheren Telnet hinzu. Jetzt bauen wir damit gemeinsam deinen neuen Werbeblocker.
Wenn du diese Schritte nacheinander befolgst, läuft dein Adblocker in wenigen Minuten. Alles Wichtige findest
du unten auch in der Videobeschreibung. Als erstes schließt du die Micro SD-Karte an deinen Mac an. Dann lädst du
dir den Raspberry Pi Imager runter, kopierst den in den Programmeordner und öffnest die App. Zunächst musst du
auswählen, welches Raspberry Pi Modell du hast. Bei mir ist das der Raspberry Pi 02W.
Als Betriebssystem nimmst du Raspberry Pi OS Lite. Dann wählst du die Speicherkarte, die kannst du übrigens
auch anhand der Größe erkennen. Hostname ist der Name des Computers. Ich würde dir einfach Addblocker eintragen. Als
Lokalisierung stellst du Berlin ein, also Deutschland. Dann trägst du als Benutzernamen Admin ein und wählst ein
Anmeldepasswort. Es ist völlig okay, wenn du das gleiche Passwort nimmst, mit dem du dich an deinem Computer
anmeldest. Wenn du kein Raspberry Pi Modell mit Netzwerkanchluss hast, musst du hier die Zugangsdaten deines WLAN
eintragen. Name und Passwort davon stehen übrigens in der Passwörterapp auf deinem Mac oder iPhone. Den Fernzugriff
musst du unbedingt aktivieren und eine passwortbasierte Authentifizierung auswählen. Raspberry Pi Connect ist
nicht erforderlich. Das kannst du gerne ausgeschaltet lassen. Zuletzt prüfst du noch mal alles, klickst dann auf
schreiben und bestätigst den Sicherheitshinweis und dann werden die Daten auf die SD-Karte übertragen. Bei
mir hat das nur ein Minütchen gedauert und dann war die SD-Karte ready. Den Raspberry Pi Imager kannst du dann
beenden. Diese Micro SD steckst du nun in deinen Raspberry Pi. Wenn dein Pie ein Netzwerkanschluss besitzt, dann
solltest du den jetzt darüber an dein Router anstöpseln und danach das Netzteil. Beim Raspberry Pi Zero muss
das in den unteren Micro USB-Anschluss, der mit Power beschriftet ist. Monitor, Maus und Tastatur sind nicht nötig. Auf
dem Monitor würdest du auch nur ein paar Bootmeldungen sehen. Genau, jetzt ist der richtige Zeitpunkt für ein kleines
Heißgetränk. Dauert jetzt 1 2 3 4 5 Minütchen. Auf deiner Fritzbox wird der neue Adblocker unter Heimnetz
auftauchen. Hier siehst du nicht nur seine IP-Adresse, du kannst auch einstellen, dass er immer die gleiche
IP-Adresse in deinem Netzwerk bekommt. Die restliche Installation machen wir jetzt auf dem Raspberry Pi und weil kein
Monitor, keine Maus und Tastatur angeschlossen ist, meldest du dich einfach über das Terminal am Raspberry
Pi an. Aber keine Angst, du brauchst nur eine Handvoll Befehle, die ich dir auch alle jetzt zeige und in die
Videobeschreibung packe. Also öffne das Dienstprogramm Terminal auf deinem Mac oder die Eingabeaufforderung auf deinem
PC und dann meldest du dich mit dem Befehl SSH als Admin über den Hostnamen @blocker.
Die IP-Adresse an der Kiste an. Die erste Anmeldung musst du mit Yes bestätigen und Enter drücken, dass du
diesem Computer auch vertraust. Jetzt kannst du dein Anmeldepasswort eingeben. Das wird übrigens nicht angezeigt und
dann drückst du einfach noch mal Enter und schwupd wup bist du am Raspberry Pi angemeldet. Das war doch gar nicht so
schwer. Wir fangen jetzt ganz locker an. Zum warm werden installieren wir erstmal die Updates. Über den Befehl Sudu apt
Update lädst du die Liste aller verfügbaren Software Updates runter. Installiert werden die dann mit dem
Befehl Sudu apt Upgrade -Y. Es kann ein bisschen länger dauern. Vielleicht musst du auch mal Enter
drücken. Manchmal ist es auch notwendig, den Raspberry Pi neu zu starten. Der Befehl für so ein Neustart, der lautet
Sudu Reboot. Allerdings wird dann auch die Verbindung zum Raspberry Pi getrennt. Das heißt, du musst dich
danach erneut per SSH anmelden. Und jetzt installierst du Phole. Und das geht tatsächlich mit nur einem einzigen
Befehl, den du dir von der offiziellen Website kopierst. Den fügst du dann im Terminal ein und drückst Enter. Und
jetzt müssen wir ein paar Fragen beantworten und [räuspern] dann auch mal wieder Enter drücken. Phole benötigt
eine Datenquelle für die ganzen IP-Adressen, also den sogenannten Upstream DNS Server. Google ist
voreingestellt. Wenn die Datensparsamkeit wichtig ist, dann wähl lieber Quad 9. Phole arbeitet mit
Bloglisten, in denen steht, welche Adressen blockiert werden sollen. Wenn du hier Yes auswählst, wird die
empfohlene Liste vom Benutzer Steven Black geladen. Query Logging würde ich grundsätzlich abschalten, damit nicht
jede DNS-anfrage protokolliert wird und auch FPL stellst du auf den anonymen Modus. Danach startet die eigentliche
Phole Installation. Im Anschluss siehst du dann eine Zusammenfassung mit allen wichtigen Informationen, z.B. über
welche Adresse du Phole im Browser aufrufen kannst und welches Passwort du für die Anmeldung benötigst. Ich gebe
dir absolut recht, es ist eine richtig gute Idee, all diese Infos irgendwo zu sichern, quasi als
Netzwerkdokumentation, z.B. indem du es einfach kopierst und in eine neue Notiz einfügst. Wenn du das
gemacht hast, rufst du Phole im Browser auf und meldest dich per Passwort an. Bisher ist da noch nicht viel los, denn
Phole wird ja noch nicht als DNS Server genutzt. Der kriegt gar keine Anfragen, aber du musst hier eine sehr wichtige
Einstellung vornehmen. In der Seitenleiste klickst du auf DNS und aktivierst dann den Expertenmodus und da
ist die Möglichkeit Permit All Origins einzustellen. Nur mit dieser Einstellung beantwortet Phole auch DNS Anfragen über
dein Tailscale VPN und das richten wir als nächstes ein. Auf der offiziellen Webseite gibt's eine wunderbare
Anleitung, wie man Tails für Pihole installiert. Da kopierst du dir einfach den ersten Installationsbefehl, fügst
dann den im Terminal ein und drückst Enter. Nach der Installation kopierst du den zweiten Befehl. Dann machst du genau
das gleiche und dann startet Tailscale auf dem Raspberry Pi. Die angezeigte Adresse, die kopierst du dir jetzt in
den Browser und darüber nimmst du den Raspberry Pi auch in dein sicheres Tailscale Netzwerk auf, also dein
Tailnet. In der Tailscale Konsole im Browser solltest du für den Addblocker abschalten, dass der
Sicherheitsschlüssel abläuft, nämlich über die Option Disable Key Expiry. Dann kopierst du dir die VPN IP-Adresse des
Werbeblockers, also die Tailnet IP. Im Bereich DNS fügst du damit einen neuen DNS Server hinzu. Den musst du nur noch
über die Option Override DNS Server scharf schalten. Glückwunsch, du hast jetzt deinen eigenen Werbeblocker
gebaut, aber darfst du den eigentlich auch benutzen? Schaltest du Tailscale ein, dann
verschwindet nicht nur die Werbung in deinem Browser, es verschwinden auch Werbeeinnahmen der Webseite. Niemand hat
Bock auf Werbung, aber das ist nun mal für die meins meisten Menschen das geringere Übel und damit auch das
Geschäftsmodell vieler Unternehmen. Ich bin kein Jurist, sondern Admin. Aber der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass
es anbieten von Addblockern völlig legal ist, denn Werbetreibende wären in der Lage, sich genau dagegen zu
wehren. Frag z.B. mal duden.de wie Adblocker geschrieben wird, dann wirst du aufgefordert genau diesen erst
auszuschalten. Also einfach Tailscale deaktivieren und schon kannst du Duden wieder benutzen. Ein Werbeblocker mag
legal sein, aber er kann gegen Nutzungsbedingungen verstoßen. Phole filtert auch nicht die gesamte Werbung
raus. YouTube Werbung wirst du damit nicht los, denn die Werbespots, die kommen nämlich direkt von YouTube. Aber
vielleicht ist dir in diesem Video etwas aufgefallen. Für einige Tage nach Veröffentlichung werde ich die Werbung
während des Videos abschalten. Du als mein treuer Abonnent hattest jetzt weniger Werbeunterbrechung. Für mich ist
das ein Experiment, was auch nach hinten losgehen kann, denn ich entziehe nicht nur mir, sondern auch YouTube
Werbeeinnahmen. Wenn du übrigens wissen möchtest, wie du dir mit Tails sogar die Kosten für TeamViewer sparen kannst,
dann schau dir gerne das nächste Video hier an. Danke, dass du bis zum Schluss geschaut hast. Tschüss.
[musik]
Nein, das ist eine übertriebene Behauptung. Die tatsächlichen Kosten für Einsteiger liegen höher, da Sie neben dem Raspberry Pi 4 auch eine SD-Karte, ein Netzteil und ggf. ein Gehäuse benötigen. Die genannten 30 € sind eher ein Idealwert ohne Zubehör und können je nach Bezugsquelle schnell auf 60-80 € steigen.
Das Video relativiert diese Behauptung selbst: Pi-hole blockiert nur Werbung, die über externe Domains ausgeliefert wird. YouTube-Werbung, die direkt von YouTube-Servern kommt, wird nicht blockiert. Für vollständige Blockade bräuchte es zusätzliche Tools wie Browser-Erweiterungen oder Client-seitige Skripte.
Ja, rechtlich gesehen ist die Einrichtung eines Werbeblockers legal. Das Video zitiert korrekt ein BGH-Urteil, das die grundsätzliche Zulässigkeit bestätigt. Allerdings sollten Sie beachten, dass Websites Nutzungsbedingungen haben können, die den Einsatz von Werbeblockern verbieten – dies betrifft aber die rechtliche Beziehung zwischen Ihnen und der Website, nicht die Technik an sich.
Dank der Integration von Tailscale, einem VPN-Dienst, kann Pi-hole auch außerhalb des Heimnetzwerks genutzt werden. Tailscale richtet ein sicheres, verschlüsseltes Netzwerk zwischen Ihren Geräten ein, sodass der Werbeblocker auf Reisen oder im Mobilfunknetz weiterhin funktioniert – ohne dass Sie komplizierte Portfreigaben einrichten müssen.
Das Video stellt den Aufbau einfacher dar, als er für Anfänger tatsächlich ist. Neben dem Zusammenbau des Raspberry Pi und der Installation von Pi-hole benötigen Sie Grundkenntnisse in der Linux-Kommandozeile und Netzwerkkonfiguration. Auch Tailscale-Integration erfordert Verständnis von DNS-Einstellungen und VPNs. Planen Sie mindestens einen Nachmittag für die erste Einrichtung ein.
Tailscale bietet eine einfachere und sicherere Alternative zu klassischen VPNs: Es benötigt keine manuellen Portweiterleitungen oder öffentliche IP-Adressen. Stattdessen nutzt es moderne Techniken wie WireGuard und NAT-Traversal, um eine direkte Verbindung zwischen Geräten herzustellen. Das reduziert Ausfallrisiken und erleichtert die Fernnutzung erheblich.
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